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Server-Fernwartung: Über 24.000 Server für 20 Jahre alte Sicherheitslücke anfällig

okei.lv redakcija
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Was ist passiert?

IT-Sicherheitsforscher haben eine ernsthafte Sicherheitslücke entdeckt, die bereits seit zwei Jahrzehnten existiert. Sie betrifft eine spezielle Funktion in Servern, die sogenannte Server-Fernwartung. Diese Funktion ist dafür gedacht, dass Administratoren einen Server von überall aus steuern können, selbst wenn das Haupt-Betriebssystem gar nicht läuft.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Was ist betroffen? Das IPMI-Protokoll (Baseboard Management Controller - BMC), das für die Fernwartung zuständig ist.
  • Wie alt ist die Lücke? Die Technik stammt aus dem Jahr 2004, die Sicherheitslücke ist seit 2013 bekannt.
  • Wie viele Server sind in Gefahr? Über 24.650 Server sind weltweit direkt über das Internet erreichbar und für Angriffe anfällig.
  • Warum passiert das? Oftmals sind diese Schnittstellen versehentlich durch eine “Fallback-Funktion” im Netz sichtbar oder werden mit schwachen Standard-Passwörtern geschützt.

Warum ist das gefährlich?

Da der BMC-Chip direkt auf dem Mainboard sitzt und fast unbegrenzte Rechte über die Hardware hat, ist er ein ideales Ziel für Hacker. Wenn ein Angreifer das Passwort knackt - was bei vielen Servern durch die bekannte Sicherheitslücke leicht möglich ist -, hat er die volle Kontrolle über den Server, kann Daten stehlen oder sogar Schadsoftware (wie Erpressungs-Trojaner) installieren.

Checkliste für Administratoren

Maßnahme Grund
Passwörter ändern Standard-Passwörter sind oft im Netz zu finden.
Firewall nutzen UDP-Port 623 sollte nicht offen im Internet stehen.
VPN verwenden Zugriffe sollten nur über gesicherte private Netze möglich sein.
Firmware-Update Hersteller bieten oft Korrekturen für bekannte Sicherheitslücken an.

Was sollte man jetzt tun?

Die Experten warnen eindringlich: Wer seine Systeme im Netz findet, sollte davon ausgehen, dass sie bereits kompromittiert wurden. Im Idealfall sollten solche Server komplett neu aufgesetzt werden. Sicherheit sollte immer oberste Priorität haben, besonders bei Systemen, die kritische Firmendaten speichern.

Und wie sicher sind Deine eigenen Geräte zu Hause oder im Büro - hast Du schon einmal überprüft, ob Fernzugriffe richtig geschützt sind?

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